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Training

Leinenführigkeit trainieren: Locker unterwegs

· 3 Min. Lesezeit

Kaum seid ihr vor der Tür, zieht dein Hund zur nächsten spannenden Stelle. Du bleibst stehen, er dreht sich kurz um und wenige Schritte später ist die Leine wieder gespannt. Wenn dir das bekannt vorkommt, hilft ein genauerer Trainingsplan mehr als ein weiterer langer Spaziergang voller Korrekturen.

Leinenführigkeit bedeutet, dass ihr euch mit lockerer Leine fortbewegt. Dein Hund muss dafür nicht ständig zu dir hochschauen oder wie in einer sportlichen Fussarbeit an deinem Bein kleben.

Beginne dort, wo gemeinsames Gehen möglich ist

Eine ruhige Umgebung macht den Einstieg überschaubarer. Dein Hund sollte sich lösen und kurz orientieren können, bevor die Übung beginnt. Wähle eine angenehm zu führende Leine und gut sitzende Ausrüstung.

Dogs Trust empfiehlt, das Gehen an lockerer Leine zu belohnen und zu vermeiden, dass Ziehen den Hund ständig zum gewünschten Ziel bringt. Grundlage ist ein kleinschrittiger, freundlicher Aufbau. Der Ratgeber zur Leinenführigkeit beschreibt diesen Ansatz.

Eine private, ausreichend ruhige Fläche kann als erster Übungsort dienen. Später muss dein Hund das Gelernte auch unter anderen Bedingungen kennenlernen.

Eine kurze Übung statt einer ganzen Strecke

Nimm dir zunächst keine Entfernung vor, die ihr unbedingt schaffen müsst. Wähle einen kleinen Bereich ohne besonderes Ziel.

  1. Warte auf einen Moment, in dem dein Hund neben dir steht und die Leine locker ist.
  2. Gehe wenige Schritte los und belohne, solange die Leine locker bleibt.
  3. Wird sie straff, halte ruhig an, ohne daran zu rucken. Lade deinen Hund zurück in eine passende Position ein.
  4. Beginne leichter neu und mache nach wenigen gelungenen Wiederholungen eine Pause.

Die Belohnung sollte dort ankommen, wo dein Hund gehen soll, nicht weit vor deiner Hand. Sonst entsteht möglicherweise genau die Vorwärtsbewegung, die ihr gerade verändern wollt.

Wenn dein Hund gar nicht mehr ansprechbar ist, hilft es meist wenig, diesen Ablauf stur zu wiederholen. Vergrössert den Abstand zum Auslöser oder sucht einen einfacheren Ort.

Schnüffeln darf zum Spaziergang gehören

Ein Spaziergang besteht aus mehr als Leinenübungen. Plane Abschnitte ein, in denen dein Hund innerhalb eines sicheren Radius erkunden darf.

Du kannst mit einem vertrauten Freigabesignal ankündigen, dass jetzt Zeit zum Schnüffeln ist. Achte darauf, dass die Leine auch dabei keine Gefahr für andere Menschen oder Hunde wird.

Beispiel: Ihr übt einige lockere Schritte auf einem ruhigen Wegstück. Anschliessend geht ihr gemeinsam zu einer erreichbaren Schnüffelstelle. So bekommt dein Hund nicht erst nach einer langen, schwierigen Strecke Zugang zur Umgebung.

Warum es auf der Wiese klappt und im Quartier nicht

Der gleiche Bewegungsablauf kann in einer neuen Umgebung erheblich schwieriger sein. Gerüche, Verkehr und andere Hunde verändern die Aufgabe.

Verlange draussen zunächst weniger. Wenn auf dem Übungsplatz zehn Schritte leichtfallen, können im Quartier zwei gute Schritte ein sinnvoller Anfang sein. Die Zahl ist kein Trainingsgesetz, sondern ein Beispiel für kleinere Erwartungen.

Notiere, an welchen Stellen es leicht oder schwer wird. Ein Hund, der immer vor derselben Hauseinfahrt zieht, braucht möglicherweise mehr Abstand zu genau dieser Stelle.

Woran erkennst du Fortschritt?

Beobachte, ob die Leine häufiger locker bleibt und du weniger helfen musst. Das ist aussagekräftiger als die Frage, ob ihr schon einen kompletten Spaziergang «perfekt» schafft.

Bei Schmerzen, plötzlich verändertem Gangbild oder ungewöhnlicher Verweigerung gehört die Ursache tierärztlich abgeklärt. Wenn du deinen Hund körperlich kaum halten kannst, lass dir Ausrüstung und Handhabung fachlich zeigen.

Vergleiche Trainingsflächen auf DogOasis, wenn ihr einen geeigneten Ort für kurze, überschaubare Übungseinheiten sucht.

Vom Lesen nach draussen.

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