Dummytraining für Anfänger: Der erste ruhige Aufbau
· 3 Min. Lesezeit
SymbolbildDein Hund trägt gern Gegenstände herum und findet gemeinsames Suchen spannend? Dann kann Dummytraining eine interessante Beschäftigung sein. Dafür musst du weder weit werfen noch sofort einen Prüfungsablauf beherrschen.
Beim Einstieg lohnt es sich, die Aufgabe in kleine Teile zu zerlegen. Aufnehmen, Tragen, zu dir zurückkommen und freiwillig abgeben sind unterschiedliche Fähigkeiten. Sie alle gleichzeitig zu verlangen, macht die erste Übung oft unnötig schwer.
Was ist Dummytraining?
Ein Dummy ist ein geeigneter Apportiergegenstand, mit dem sich Elemente der Such- und Bringarbeit üben lassen. Die sportliche Dummyarbeit hat ihren Ursprung in der Retrieverarbeit.
Der Retriever Club Schweiz beschreibt unter anderem das Merken einer Fallstelle, selbstständige Suche und das Einweisen als Bestandteile dieser Arbeit. Mehr dazu findest du in der Einführung zu Working Tests und Dummyarbeit.
Für eine Freizeitbeschäftigung kannst du mit einfachen Aufgaben beginnen. Die Anforderungen eines sportlichen Wettkampfs sind dafür nicht der erste Massstab.
Wähle Material, das zu deinem Hund passt
Der Gegenstand sollte hinsichtlich Grösse, Gewicht und Beschaffenheit geeignet sein. Kontrolliere Nähte und andere mögliche Schwachstellen regelmässig.
Ein Dummy ist kein unbeaufsichtigtes Kauspielzeug. Wenn dein Hund ihn zerlegt oder Füllmaterial aufnehmen möchte, beende die Nutzung und wähle mit fachlicher Unterstützung einen anderen Einstieg.
Für den Anfang braucht ihr nicht mehrere Gewichtsklassen und einen grossen Materialkoffer. Ein passender Gegenstand und eine klare Vorstellung der ersten Aufgabe reichen.
Beginne mit dem Teil, der schon leichtfällt
Vielleicht nimmt dein Hund das Dummy gern auf, läuft damit aber von dir weg. Dann wäre ein weiterer Wurf keine Lösung für die fehlende Rückkehr.
Vielleicht kommt er zu dir, möchte den Gegenstand jedoch behalten. Dann lohnt sich ein separater, freundlicher Aufbau des Abgebens, etwa über einen passenden Tausch. Ziehe ihm das Dummy nicht wiederholt aus dem Maul.
Wenn dein Hund Gegenstände verteidigt oder beim Annähern erstarrt und knurrt, übe das nicht auf eigene Faust weiter. Lass dir einen sicheren Trainingsaufbau zeigen.
Eine kurze Startaufgabe auf der Wiese
Lege das Dummy sichtbar in sehr kurzer Entfernung ab, während dein Hund gesichert bei dir bleibt. Wenn er bereits ein passendes Aufnahmesignal kennt, kannst du es verwenden.
Bewege dich nach der Aufnahme freundlich ein kleines Stück von ihm weg, ohne eine Verfolgungsjagd zu beginnen. Kommt er mit, belohne das gemeinsame Zurückkommen. Das saubere Abgeben darf zunächst eine eigene Übung bleiben.
Wenn diese Aufgabe noch nicht verständlich ist, trainiere zuerst einzelne Teile. Es ist völlig in Ordnung, wenn eure erste Einheit nur aus dem Kennenlernen des Gegenstands besteht.
Ruhe gehört zum Ablauf
Lege zwischen Wiederholungen Pausen ein. Bewahre das Dummy so auf, dass dein Hund nicht permanent versucht, es dir abzunehmen.
Eine Suchaufgabe muss nicht durch immer weitere Würfe schwieriger werden. Du kannst später mit einer anderen Ablagestelle oder leicht verändertem Untergrund arbeiten. Bei anspruchsvollerem Aufbau hilft ein qualifizierter Kurs.
Verzichte auf riskante Sprünge, rutschige Stellen und Würfe in unübersichtliches Gelände. Gesundheit und körperliche Entwicklung bestimmen mit, welche Aufgaben passen.
Was ein geeigneter Trainingsplatz bieten sollte
Für Anfänger sind Übersichtlichkeit und eine passende Sicherung oft wertvoller als die grösstmögliche Fläche. Prüfe vorab, ob mitgebrachtes Material und gegebenenfalls die Begleitung durch eine Trainerin oder einen Trainer erlaubt sind.
Wenn weitere Hunde dabei sind, organisiert getrennte Übungen. Ein Dummy soll nicht zum Anlass für Konkurrenz werden.
Vergleiche Trainingsflächen auf DogOasis und beginne mit einer kleinen Aufgabe, die ihr gemeinsam verstehen könnt. Der weite Wurf kann warten.

