Wandern mit Hund in der Schweiz: Gut vorbereitet
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Die Aussicht ist grossartig, die Tour klingt machbar und dein Hund läuft im Alltag gern mit. Trotzdem kann eine Wanderung ganz andere Anforderungen stellen als eure übliche Runde.
Länge, Höhenunterschiede, Untergrund und Wetter wirken zusammen. Wenn du die erste Tour mit Hund planst, lohnt es sich deshalb, kleiner anzufangen und einen einfachen Rückweg vorzusehen.
Passt die Route zu deinem Hund?
Die angegebene Wanderzeit richtet sich nicht automatisch nach eurem Tempo. Dein Hund braucht Wasserpausen, muss schwierige Stellen bewältigen und sollte am Ende noch ausreichend Kraft für den Rückweg haben.
Prüfe die Beschreibung auf steile Abschnitte, Leitern, ausgesetzte Passagen und schwierige Querungen. Ein Weg, der für dich unkompliziert ist, kann für deinen Hund ungeeignet sein.
Bei jungen Hunden im Wachstum, älteren Hunden oder gesundheitlichen Einschränkungen solltest du die passende Belastung tierärztlich besprechen. Eine bestimmte Rasse oder ein Geburtstag sind keine pauschale Freigabe für lange Bergtouren.
Kondition schrittweise kennenlernen
Beginne mit kürzeren, übersichtlichen Ausflügen und steigere Anforderungen nach und nach. Verändere nicht gleichzeitig Distanz, Höhenmeter und Schwierigkeit des Geländes.
Beobachte auch die Erholung nach dem Ausflug. Auffällige Steifheit, Lahmheit oder ungewöhnliche Erschöpfung sind Gründe, Belastung und Gesundheitszustand abzuklären.
Ein Hund, der auf einer flachen Wiese gern rennt, hat damit noch nicht bewiesen, dass er einen langen Abstieg gut bewältigt. Die Anforderungen sind unterschiedlich.
Diese Ausrüstung solltest du bewusst wählen
Die Schweizer Wanderwege führen für Touren mit Hund unter anderem geeignetes Geschirr, Leine, Wasser und Napf, Kotbeutel sowie eine auf den Hund abgestimmte Notfallausstattung auf. Ihre Hinweise zum Wandern mit Hunden geben einen Überblick.
Für eure Packliste sind besonders wichtig:
- Gut sitzende, bereits vertraute Ausrüstung.
- Ausreichend Trinkwasser und ein nutzbarer Napf.
- Kotbeutel und eine praktische Möglichkeit zum Mitnehmen.
- Geeigneter Schutz vor den erwarteten Wetterbedingungen.
- Eine kleine, mit der Tierarztpraxis abgestimmte Notfallausstattung.
- Telefon, geladener Akku und Informationen zu Route und Rückweg.
Probiere neues Material vor der Wanderung aus. Ein ungewohntes Geschirr oder erstmals angezogene Pfotenschuhe sollten nicht erst auf einer schwierigen Passage zum Einsatz kommen.
Begegnungen und örtliche Regeln vorab prüfen
Informiere dich über aktuelle Hinweise, Zugangsbeschränkungen und Regeln für Hunde entlang der konkreten Route. Dieser Artikel ist keine Übersicht über kantonale Leinenpflichten.
Achte bei der Planung auf Weideflächen und Schutzgebiete. Wenn die Route Begegnungen enthält, die ihr nicht sicher bewältigen könnt, wähle eine andere Strecke.
Auch eine Pause braucht einen passenden Ort. Eine enge Wegstelle oder der Zugang zu einer Weide sind keine guten Plätze, um den Rucksack auszupacken und länger stehenzubleiben.
Lege den Umkehrpunkt nicht erst bei Erschöpfung fest
Überlege vor dem Start, wo ihr abkürzen oder umkehren könnt. Prüfe bei einer geplanten Rückfahrt, ob Transport und Hundemitnahme tatsächlich möglich sind.
Wetter kann den ursprünglichen Plan verändern. Hitze, Gewitter oder ein unerwartet schwieriger Wegabschnitt sind gute Gründe für eine kürzere Tour.
Ein gelungener Ausflug muss nicht am ursprünglich vorgesehenen Gipfel enden. Wichtig ist, dass ihr den gesamten Weg angemessen bewältigt.
Was du vorher auf einer Wiese üben kannst
Kurzes Warten, ruhiges Anlegen der Ausrüstung und ein vertrauter Pausenablauf lassen sich auch in überschaubarer Umgebung vorbereiten. Eine geeignete private Fläche kann dafür Raum bieten.
Sie ersetzt weder Konditionsaufbau auf passenden Strecken noch Erfahrung im Gelände. Sie kann aber helfen, einzelne Handgriffe vor dem Wandertag zu klären.
Finde eine geeignete Übungsfläche auf DogOasis und plane danach eine erste Wanderung, deren Anforderungen zu euch beiden passen.


